Hallo ihr Lieben


Heute möchte ich mich mal zum Thema Guru, oder abgeschwächt in unseren Breitengraden eher Therapeut genannt, äussern.
Tja beim Stichwort Guru assoziieren vermutlich die meisten von euch einen alten Inder, der im Lotussitz selig vor seinen Anhängern in die Menge lächelt und Lebensweisheiten von sich gibt.
Guru (Sanskrit, „schwer, gewichtig“) ist ein religiöser Titel für einen spirituellen Lehrer im Hinduismus, im Sikhismus und im tantrischen Buddhismus. Dies beruht auf dem philosophischen Verständnis von der Bedeutung des Wissens im Hinduismus. Der Lehrer ist für den Schüler unentbehrlich für die Suche nach Wissen und den Weg zur Erlösung.
Bis heute hat der Titel in Indien und unter den Anhängern der genannten Glaubensrichtungen seinen bedeutsamen Stellenwert behalten.
Im Tibetischen wird der Titel analog mit „hoch“ (transliteriert: Blama, gesprochen „Lama“) wiedergegeben. In der indonesischen und singhalesischen Sprache heisst Guru heute „Lehrer“..
Soweit zur ursprünglichen Bedeutung des Wortes Guru.


Für mich bedeutet Guru, dass ein Mensch, respektive eine grössere Gruppe seinem Meister oder seiner Meisterinfolgt und ihn/sie ohne zu hinterfragen verehren.
Dieses Phänomen kennen einige vielleicht aus den indischen Aschrams (englisch Ashram). Aschram bezeichnet in den indischen Sprachen ein klosterähnliches Meditationszentrum.
Ein sehr bekannter Guru oder Lehrer war der indische Philosoph Osho.
Osho vertrat wegweisende Lebensansichten und war für viele Menschen ein aufbauender Lehrer.
Osho plädierte immer wieder für eine freizügigere Atmosphäre bezüglich Sexualität.
Die Grundenergie der Sexualität sei göttlich, sagte er; sexuelle Gefühle sollten nicht unterdrückt, sondern dankbar akzeptiert werden.
Dem stimme ich voll und ganz zu.
Da Osho jedoch der Meinung war, wahre Erleuchtung geschehe nur über die sexuelle Vereinigung von Mann und Frau, hatte er auch viele seiner Anhängerinnen sexuell Belästigt oder zu sexuellen Handlungen mit ihm aufgerufen.
Die Anhängerinnen Oshos verehrten ihn so sehr, dass sie ihre eigenen Grenzen bezüglich ihrer Sexualität nicht mehr wahrnahmen, und sich dem ewigen Mantra Oshos bezüglich sexueller Vereinigung, hingaben.

Das Beispiel von Osho zeigt ganz klar auf, dass bedienungsloses Befolgen von Wünschen verehrter Gurus , oder allgemein gesprochen, bedienungsloses Befolgen von Wünschen/ Ansichten / Äusserungen Dritter, nicht gesund ist.

Für mich ist ein guter Lehrer immer gleichzeitig ein guter Schüler und umgekehrt.
Niemand ist allwissend.
Die eigenen Ansichten und Ideologien sollte man auch ab und zu hinterfragen und Neues dazulernen.

Idole, Lehre, Therapeuten, Coaches können wichtige Anker im Leben sein.
Gerade wenn jemand in einer Krise steckt, ist Hilfe von aussen wertvoll.
Der Mensch sucht nach Antworten.
Er möchte das Leben verstehen.
Er möchte sein Leben verstehen.
Insbesondere in dieser schnelllebigen Zeit, wo alles vergänglich ist und der Gesellschaftsdruck enorm gestiegen ist, suchen die Menschen nach einer verlässlichen Person, wo sie führt und coacht.

Früher verband man Lebensberater oder eben Coaches nur mit der esoterischen, oder moderner ausgedrückt, spirituellen Szene.
Heute gibt es Coaches überall und in jedem Bereich.
Dies ist auch gut, denn das Bedürfnis ist da und das Bewusstsein vieler Menschen hat sich verändert.

Viele Leute haben erkannt, dass sie aus dem ewig drehenden Hamsterrad austreten wollen.
Sie wollen nicht mehr brav irgendeinen Job erledigen und arbeiten bis zum Umfallen, sondern möchten Dinge tun, welche sie langfristig zufrieden stellt.
Viele haben auch die Machenschaften des kapitalistischen Wirtschaftssystems erkannt und wollen dieses Spiel nicht mehr mitspielen.
Viele Leute möchten nun ihre Persönlichkeit zum Ausdruck bringen und den Fokus auf ihre eigenen Bedürfnisse legen.
Das hat übrigens nichts mit Egoismus zu tun.
Dies ist eine tolle Entwicklung, welche ich sehr begrüsse.

Gerade in den sozialen Medien wie z.b Facebook sind die Angebote sog. Coaches regelrecht explodiert.
Es gibt en masse Webseminare zum Thema Selbstfindung, Selbstliebe, Frau sein, , Potenzial schöpfen etc.
Über jede Person, welcher sich weiterentwickelt, an sich arbeitet und so neue Erkenntnisse gewinnt, freue ich mich.
Für mich sind solche Webseminare nicht geeignet.
Ich möchte meinem gegenüber in die Augen schauen.
Ich möchte mein Gegenüber fühlen, mich mit allen Sinnen auf mein Gegenüber einlassen.
Ich zum Beispiel hatte nie einen Guru oder Coach, welchem ich an den Lippen hing und ihn/sie als die Lösung alle meiner Probleme betrachtete.
Ich hatte sehr wohl Leute, welche mich für kurze Zeit begleiteten, welche mir neue Ansichten vermittelten oder mich inspirierten.

Als freiheitsliebende, philosophische Querdenkerin nahm ich das Wort eines Coaches /Therapeuten nie als Mass aller Dinge.
Sie dienten mir als Leuchttürme in meinen Stürmen.
Sie zeigten mir neue Wege auf und begleiteten mich in meinen Prozessen.
Mein turbulentes Leben war mein grösster Coach.
Das Leben an sich ist nach wie vor mein grösster Coach.
Die tiefgründigen, schmerzhaften Erfahrungen waren mein Coach.
Die einsamen, verletzenden Momente waren mein Coach.
Die traumatischen Ereignisse meines Lebens waren mein Coach.
Die innere Kraft, welche ich nach einer Krise erneut erfuhr, war mein Coach.
Die Freude, welche meine Augen zum Leuchten bringen, ist mein Coach.
Meine Leidenschaft, welche mein inneres Feuer zum Brodeln bringt, ist mein Coach.

Heute arbeite ich selber mit Menschen zusammen und gebe alle meine Erfahrungen, welche ich am eignen Leib, meiner Seele und meinen Geist erfahren habe, weiter.
Ich könnte meine Arbeit durchaus als coachen bezeichnen.
Sehe mich jedoch ehr als Beraterin oder Wegbegleiterin der neuen Zeit an.

Denn Grundvoraussetzung für eine fruchtende Zusammenarbeit ist die Eigenverantwortung meiner Klienten.
Ich möchte nicht, dass du irgendwelchen Dogmen folgst und ich werde dich auch nicht mit abgedroschenen Weisheiten in rosa Watte einwickeln.
Ich beleuchte deine verborgenen dunklen Schatten.
Wenn deine Schatten der Vergangenheit an dir rütteln und dich durchschütteln, dir den Boden unter den Füssen wegziehen, bin ich da.
Wenn sich der dunkle Schleier über deine Seele legt, fühle ich mit dir, denn ich weiss wie es sich anfühlt.
Wenn der Schmerz dich fast zerreisst, bin ich da und gebe dir was du brauchst.
Sei es nur ein Wort oder einfach die authentische, mitfühlende Anteilnahme.
Ich halte den Raum, damit du dich vertrauensvoll öffnen kannst.
Wenn du magst, halte ich deine Hand und spreche dir Mut zu.
Ich vermittle dir Techniken und zeige dir deine verborgenen Schätze auf.

Ich freu mich unheimlich, wenn du deinen innere Schatz entdeckst und mich damit anstrahlst.
Ich freue mich, wenn du dich mit all deinen Facetten annimmst und lieben lernst.
Ich freue mich dich auf deinem ganz eignen Weg zu begleiten.
Ich freue mich riesig, wenn du wie eine wunderbare Rose aufblühst.
Doch den Willen diesen Weg zu gehen, liegt bei dir.
Die Verantwortung für dein Leben und dein Handeln liegt bei dir.
Du entscheidest in jeden Augenblick ob du nun weitergehen möchtest oder ob es dir zu viel wird.

Falls du mehr über meine Arbeit Wissen möchtest, mache mir einfach eine PN.

Ich freue mich auf dich und deine Geschichte 🌺
Liebe Grüsse


Fabienne

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